Wasserkraftanlage Foerstermühle an der Rednitz in Fürth

Auftraggeber

Stadtwerke Fürth

Das in der Stadt Fürth an der Rednitz bei Fluss-km 0+900 vorhandene Wasserkraftpotential wurde seit Jahren nicht mehr genutzt. An der in Fließrichtung gesehen linken Seite der Stauanlage lag die ehemalige Foerstermühle. Die Gebäude der Mühle waren teilweise abgebrochen bzw. verfallen, die alten Turbinen (Q = 2 x 6,5 m³/s) seit Jahren ausgebaut und das Wehr in einem schlechten baulichen Zustand.

Die Gesamtsituation am Wehr war aus städtebaulicher Sicht unbefriedigend. Das Vorhaben sollte dem Zweck dienen, die vorhandene regenerative Energie durch den Bau einer voll automatisierten Wasserkraftanlage einer modernen energietechnischen Nutzung zuzuführen und die vorhandene Stauanlage durch Sanierung und Umbau bautechnisch langfristig zu sichern. Dabei wurde gleichzeitig die Abflussleistung der Wehranlage bei Hochwasser um 45 % gesteigert.

Bei der Planung war zu berücksichtigen, dass das ehemalige Gebäude der Foerstermühle und die beiden Hochwasserentlastungsschützen sowie der Leerschuss erhalten bleiben und wieder restauriert werden sollten. Darüber hinaus sollte der Blick von der Stadthalle, die auf der rechten Flussseite liegt, auf die Flussaue nicht durch Hochbauten des neuen Krafthauses versperrt werden. Aus diesem Grund wurde ein Unterflurkrafthaus konzipiert, das in den Parkplatz der Stadthalle integriert wurde.

Spiegellinienberechnungen im Ober- und Unterwasser
Genehmigungsplanung für Krafthaus und Wehr (HOAI Phasen 1-4)

Wehrlänge:
22,00 m
Wehrschwelle:
Alt: 285,22 m + NN
Neu: 285,00 m + NN
Stauerhöhung:
Alt: 285,62 m + NN
Neu: 286,00 m + NN
Turbinendurchfluss:
Alt: 13,00 m³/s
Neu: 16,00 m³/s
Nutzgefälle:
2,26 m
Ausbauleistung:
294,00 kW
Jahresarbeit:
1.750000,00 kWh